
Manchmal fragt man sich, ob Lebensläufe geplant sind. Oder ob sie sich einfach ergeben, weil jemand nie aufgehört hat, dem Besten nachzureisen, was die Spitzengastronomie gerade zu bieten hat.
Bei Max Johne sieht das so aus: Dresden. Wolfsburg. Sylt. Friedrichsruhe. Klingt nach einem sehr spezifischen Interrail-Trip. Ist aber eine der konsequentesten Karrierelinien, die mir in der deutschen Sommellerie begegnet ist.
Max Johne ist Sommelier im Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe – einem Fünf-Sterne-Superior-Haus in Württemberg, in dem Boris Rommel, Koch des Jahres 2022, im Zwei-Sterne-Restaurant Le Cerf eine klassisch-französische Küche von beunruhigender Präzision kocht. Dort betreut Max Johne nicht nur dieses eine Flaggschiff, sondern insgesamt fünf Restaurants. Fünf. Gleichzeitig.
Bevor er in Friedrichsruhe landete, war er Chef de Rang im Söl’ring Hof auf Sylt – einem der eigenartigsten und aufregendsten Zwei-Sterne-Häuser Deutschlands, draußen auf der Insel, wo der Wind die Speisekarte mitschreibt und das Meer keine Rücksicht auf Servicepläne nimmt. Davor: das Aqua im Ritz-Carlton Wolfsburg unter Sven Elverfeld, drei Michelin-Sterne, Vollpräzision. Und davor: das Caroussel im Bülow Palais in Dresden, einem der elegantesten Relais-&-Châteaux-Häuser nördlich der Alpen.
Das ist eine Schule, die keine Ausreden kennt.
Morgen erscheint unsere neue Folge. Und ich verspreche dir: Dieses Gespräch hat mehr Tiefe als erwartet. Nicht weil Max Johne besonders laut ist. Sondern weil er die Dinge sagt, die sitzen – und dabei so unaufgeregt klingt, als würde er dir zwischen zwei Gängen einfach kurz erklären, warum das Leben schöner ist, wenn man versteht, was im Glas ist.
Morgen. Überall, wo Podcasts sind.
Hier gibt es die PREVIEW:
Ganz besondere Weine, von Ausnahmeweingüter, dürfen wir in dieser Episode präsentieren:

