
Es wäre einfach gewesen, dieses Gespräch nicht zu führen. Zu warten, bis der nächste Schritt feststeht, bis es eine neue Stelle zu verkünden gibt, bis der Lebenslauf wieder ein ordentliches Ende hat. Viele hätten das so gemacht. Max Johne nicht.
Er kam, wie er ist. Ohne Posten, ohne aktuelle Arbeitgeberzeile, ohne das Sicherheitsnetz einer Visitenkarte, die sagt: Hier bin ich. Stattdessen nur das, was in zwei Jahrzehnten Spitzengastronomie nicht verloren geht, egal wie oft man den Ort wechselt: Wissen, Haltung, Menschenkenntnis. Und die ruhige Gewissheit, dass jemand, der in Häusern wie dem Aqua in Wolfsburg, dem Söl’ring Hof auf Sylt und dem Le Cerf in Friedrichsruhe gelernt hat, was Gastlichkeit auf höchstem Niveau bedeutet – nicht lange suchen muss, bis das nächste Kapitel beginnt.
Was dieses Gespräch besonders gemacht hat, war genau diese Verletzlichkeit. Nicht die gespielte, die manche für Authentizität halten. Sondern die echte: die eines Menschen, der gerade zwischen zwei Welten steht und trotzdem klar artikulieren kann, wer er ist und wofür er steht. Das ist selten. Das verdient Respekt.
Die deutsche Sommellerie ist reich an Fachkompetenz. Weniger reich an Menschen, die bereit sind, auch die unbequemen Momente zu teilen – den Übergang, das Innehalten, die Frage nach dem Warum. Max Johne hat das getan. Vor dem Mikrofon, ohne Netz, ohne die Kulisse eines Zwei-Sterne-Hauses im Rücken.
Wir sind froh, dass er das getan hat. Und wir sind dankbar, dass er jetzt zur Podcastfamilie gehört – nicht trotz dieses Moments, sondern gerade wegen ihm.
Auf das, was kommt. Es wird gut sein.
Als kurzen Teaser, gibt es hier noch einmal die Weinpodcast – PREVIEW:
Eine große Freude, diese Episode mit so besonderen Weinen auszukleiden, zu bereichern und zu fundamentieren.
Ein großes Dankeschön an die besonderen Produzenten, für die Unterstützung.

