
Schneiden ist mein ehrlichster Moment. Da sitze ich, kopfhörer auf, und denke plötzlich: Warte mal kurz. Diese Sätze habe ich für Dich rausgezogen. Welcher trifft – und welcher verfehlt Dich komplett?
Das Schöne bei Bordeaux ist, dass man es nahezu immer gereift kaufen kann.
Da die Preisentwicklung des Sekundärmarktes bei Bordeaux eher bescheiden war, gibt es diese – 20 Jahre alt – für kleines Geld, selbst aus besonderen Jahren.
Nicht jeder Bordeaux ist automatisch gut, aber in großen Jahrgängen können kleine Weingüter durchaus überraschen.
Einstiegsweiß- und Roséweine aus dem Bordeaux sind relativ uninteressant.
Die besten Weißweine aus dem Bordeaux sind zu oft völlig overpriced. Die Fläche ist zu klein und der Preis zu hoch.
Wein ist nicht selten eine Momentaufnahme und es ist völlig in Ordnung, in 10 oder 20 Jahren eine andere Meinung haben zu dürfen. Die Weine verändern sich und unser Geschmack und unsere Erfahrungen verändern sich.
Wenn ein Wein gereift ist, ist er wesentlich einfacher zu verstehen.
Es macht unglaublich viel Spaß, bei jungen Weinen an deren Jugendlichkeit vorbeizuschmecken, um das Potenzial zu erfühlen.
Am meisten über Wein lernt man durch das gemeinsame Probieren und beim Austausch durch das Zuhören.
Wenn man seine eigenen offenen Weine blind probiert, lernt man diese unglaublich gut kennen und beschreiben.
Weinreisen sind ein zentrales Thema der Fortbildung.
Elke Schmidt aus – ehemals Grashoffs Bistro – ist eine der großartigsten Weinfachfrauen und hat es wie wenige geschafft, mit und durch den Wein eine ganz besondere Verbindung zum Gast aufzubauen. Ein tolles Vorbild.
Sensorik muss jeder Gast selber lernen.
Wein schafft Raum für Diskurs.
Google-Bewertungen sind das schlechteste Tool, das man wählen kann, um Kritik zu üben.
Kritik kann gerechtfertigt sein, aber manchmal ist Kritik auch nur ein Spiegel der eigenen schlechten Stimmung an diesem Tag, und das sollte man abstrahieren können.
In einen Wein hineinzuriechen, kann unfassbar bewegend sein.
Wein ist nicht das beste Mittel, um sich nur zu betrinken, dafür gibt es andere Alkoholika. Wein ist dafür eigentlich zu schön.
Wein ist gruppenübergreifend.
Wein ist Geselligkeit.
Italiens Weinwelt ist unglaublich spannend, da diese sich gerade wieder einmal komplett wandelt. Zurück zum Weinberg, auf allen Ebenen.
Es ist gut, wenn Winzer Weintrends und Bewegungen – zumindest segmentiert – mitmachen, um ihren eigenen Stil zu definieren.
Durch den Klimawandel braucht der Winzer Trends, um neue Bedingungen, Gegebenheiten und eigene Ansprüche auszuloten.
Definitiv können nur Weinbars Weine so unkompliziert leben, wie es Weinbar können. Das merkst Du auch in dieser Episode:
Vielen lieben Dank an die Schlumberger-Gruppe, für die Plattform,
den Weinmenschen dieser Republik eine bleibende Stimme zu schenken.

