
Zwischen all den Gesprächen entstehen Momente, die fast zu ehrlich und extrem authentisch sind. Zu direkt, zu klar, zu unbequem? Genau diese habe ich Dir hier herausgefiltert. Welche davon würdest Du unterschreiben – und welche würdest Du sofort widersprechen?
Um Wein zu verstehen, muss man sich einfach durch die Themen arbeiten und nicht zuletzt diese Weine trinken.
Die spontanen Dekantierereien von heute sind gar nicht schön. Es wird viel zu wenig auf die Weine eingegangen.
Früher hatte man eine andere Art der Beratung mit viel mehr Detailwissen über die Jahrgänge und um die Arbeitsweise der Weingüter.
Depot im Wein hat keiner verdient. Der Wein nicht, weil er nicht glänzen kann, und der Gast nicht, weil er es nicht schmecken sollte.
Das Depot von Vintage-Portwein mit Zwiebeln einreduziert und Eiern stocken zu lassen, offenbart eine ganz eigene Geschmackswelt.
Ein Weinerlebnis sollte man nicht versuchen zu rekonstruieren.
Wer Marco Franzelin einmal im Sonnora erlebt, seine Liebe und die Entspanntheit, wie er seinen Weinkeller bespielt, ist verzaubert.
Eine zu große Weinkarte hält einen immer von seinem Partner ab, daher ist ein guter Sommelier Gold wert.
Es ist angenehm, wenn ein Sommelier sich nicht zu wichtig nimmt.
Wenn man Menschen liebt, kommt man auch mit schwierigsten Gästen und komplizierten Situationen gut zurecht.
Wenn man Menschen mag, bekommt man so viel zurück.
Wer ist ein Sommelier, der über einen Wein, der völlig in Ordnung ist, urteilt, dass dieser nicht gut ist?
Manchmal ist weniger über einen Wein zu sprechen mehr.
Beim Wein gibt es auch Wortmoden.
Es gibt beim Wein kein falsches Wort.
Beim Wein geht es nicht darum, etwas zu verkaufen, um es zu verkaufen.
Es ist großartig, wenn man beim Gast mit seiner Weinberatung einen Wunsch entfacht, den er noch gar nicht kennt.
Beim Wein ist es toll, dass sich hinter jeder Tür mehrere weitere verbergen und die Faszination somit nie aufhört. Das Beruhigende ist, man muss nicht alle Türen öffnen.
Man muss sich weiterbilden, sonst ist man irgendwann weg vom Fenster.
Verkaufen ist Verführung. Man muss den anderen lesen lernen und ihn dazu bringen, dass er das nächste Glückslevel erreicht.
Es ist nicht sehr angenehm, wenn Gäste zu einer Weinprobe mit Fachbüchern unter dem Arm erscheinen.
Wein auf Augenhöhe zu erklären ist das Angenehmste. Egal, ob bei einem Weinkenner aber besonders einem Laien.
Eine Verkostung, die professionell durchgeführt wird, hat immer eine ganz wichtige Choreografie.
Wein-Online-Portale sind großartig, haben aber nicht die emotionale Wärme, die ein Weinbuch hat.
Cognac trinkt man vor allem in Ruhe, also wirklich in Ruhe.
Was wir uns alle nicht mehr gestatten, ist die Leichtigkeit beim Wein, es einfach einmal auszuprobieren.
Champagner wird viel zu selten karaffiert. Nicht jeder, einige halten es nicht durch, aber gerne öfter versuchen.
Champagner bitte am nächsten Tag noch einmal nachprobieren. Es ist unglaublich, was da passiert.
Neben Elke Schmidt, hat mich auch Christina Fischer sehr beeindruckt. Höre sehr gerne rein, hier geht es zu ihrer Episode:
Ein Weinpodcast lebt natürlich auch von den Weinen.
Und Produzenten von Weltmaßstab, durften wir in dieser Episode mit ihren Weinen präsentieren.
Vielen lieben Dank dafür:

