
Ich habe einige Zitate von Elke, die ich unglaublich spannend fand herausgeschrieben. Seien wir ehrlich: Wie viel von dem, was Du hörst, bleibt wirklich hängen? Und wie viel verschwindet einfach wieder im Lärm des Alltags? Ein paar Aussagen haben sich bei mir festgesetzt – unbequem, klar, nicht immer angenehm. Welche davon würdest Du unterschreiben – und welche lieber vergessen?
Die 70er- und 80er-Jahre waren unglaublich interessant für die deutsche Gastronomie. Denn neben dessen, dass man neue Produkte kennenlernte, musste man auch lernen, diese wertzuschätzen und zu gebrauchen.
Bordeaux vor Parker war eine andere Welt.
Ein Geschenk, wenn man das Bordeaux auch vor Parker kennenlernen durfte.
Die ersten Jahre, wenn man Weine vom Fass probiert, gehen mit einer Art Blindflug einher.
Ich bin nicht da, um zu werten, sondern ich möchte vermitteln, um Winzer und Gast miteinander zu verschmelzen.
Jahrgangsunterschiede sind im Bordeaux bei Weitem nicht mehr so ausgeprägt wie vor einigen Jahrzehnten, da die Winzer technisch dermaßen versiert sind.
Früher brauchte man einen Keller, um Bordeaux zu sammeln und trinkreif anbieten zu können. Heute ist das obsolet.
Viele modern produzierte Weine haben ihre Seele verloren.
Es ist ein angenehmer Trend im Bordeaux, da viele Produzenten wieder versuchen, authentischer und unabhängiger zu werden.
Früher lebten die Château-Besitzer noch auf den Weingütern und man ist beim Besuch einfach einem authentischen schrulligen Ehepaar begegnet. Heute ist alles in Industriehand.
Die Rodungen – auch im Bordeaux – sind nachvollziehbar. Es gibt einfach zu viel Wein in bestimmten Preissegmenten.
Mittags trinkt keiner mehr Wein, was dazu führt, dass wir kaum noch halbe Flaschen benötigen.
Es ist nicht die Antwort, die uns umhertreibt, es ist die richtige Frage. Du musst lernen, die richtigen Fragen zu stellen.
Die Mission ist, die richtigen Menschen mit den richtigen Weinen zusammenzubringen.
Man muss nicht jeden Wein beurteilen, viele derer versteht man vielleicht nicht, aber man kann für nahezu jeden Wein den richtigen Partner finden.
„Schmeckt mir“ oder „schmeckt mir nicht“ ist schon einmal ein Anfang, aber es hilft durchaus auch zu verstehen, warum oder sogar, wie Wein im Groben gemacht wird, sodass man diese Arbeit beim Genuss auch honorieren darf.
Professionelle Weinverkostungen wirken für Laien mit all dem Schmatzen und Schlürfen doch recht skurril. Und nicht zuletzt deshalb, weil dann am Schluss auch noch alles ausgespuckt wird.
Bei Weinproben ist die Probenzusammenstellung und die Probenfolge enorm wichtig.
Das mit Wichtigste ist es, Weinneulingen die Angst vorm Verkosten und dieser vermeintlich fremden Welt zu nehmen.
Am einfachsten ist es, Wein zu verkosten, über die Nase zu lernen.
Es fehlt in der Welt der Kunst und somit auch in der Weinwelt manchmal ein wenig an Toleranz.
Wenn man Bordeaux verstehen möchte, sollte man nicht mit Mouton anfangen, sondern sich hochtrinken. Man fängt nicht im Olymp an. Das ist eine Form von Dekadenz.
Es ist nicht das Ziel, die besten Weine zu trinken, wenn man beginnt, Weine zu verstehen.
Wenn man einen perfekt gereiften, großen Wein genießt, hat man den absoluten Moment, den man nie wieder vergisst und immer ab dann immer wieder zu suchen beginnt.
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