
Du hast unsere Weinliebe in ein kleines Stück Portugal verwandelt – und wir sind immer noch ein bisschen benebelt vom Duft der Reben und dem Nachhall deines Lachens. Du warst nicht einfach nur zu Gast, du warst die beste Reiseführerin, die wir je hatten, obwohl du gar keinen Reiseführer in der Hand hattest, sondern nur ein Glas Vinho Verde und eine ansteckende Begeisterung.
Wir haben Portugal quasi aufgelöst – Glas für Glas, Region für Region. Erst sind wir im kühlen, grünen Minho gelandet und haben uns über die prickelnde Frische von Alvarinho gewundert („Das schmeckt ja wie Sommer mit Zitronensprit!“). Dann haben wir uns mutig ins Douro gestürzt, wo der Schiefer so heiß glüht und die Touriga Nacional uns mit Veilchen und Brombeeren um den Verstand gebracht hat. Zwischendurch haben wir im Alentejo eine kleine Siesta eingelegt – bei all der opulenten Frucht und den weichen Tanninen wäre das ja auch unhöflich gewesen, nicht ein bisschen einzunicken.
Du hast uns die Böden erklärt, als wärst du selbst eine alte Rebe mit Wurzeln im Granit, hast uns die Unterschiede zwischen Port und trockenem Douro so klar gemacht, dass sogar ich sie verstanden habe (und das will was heißen), und hast nebenbei noch lustige Anekdoten über den Marquês de Pombal und phylloxera-geplagte Winzer gestreut. Wir haben gelacht, gestaunt, genickt und vor allem: ununterbrochen nachgeschenkt.
Portugal ist ein großes Land, aber gestern Abend hat es genau in unsere Gläser und in unsere Herzen gepasst. Danke, dass du es uns so nah gebracht hast – humorvoll, kenntnisreich und mit dieser entspannten Art, die perfekt zu einem guten portugiesischen Wein passt.
Komm bald wieder, dann lösen wir vielleicht Madeira auf. Oder die Azoren. Oder einfach nochmal den Douro – man kann ja nie genug haben.
Von uns allen ein riesengroßes, herzliches Saúde und eine feste Umarmung!
Und Nancy kann natürlich nicht nur Portugal – den Beweis gibt es hier:
Vielen Dank an die Schlumberger-Gruppe für die Unterstützung und die Begleitung des Formates

