
Was für eine schöne Folge war das denn? Das Gespräch mit dir hat sich genauso angefühlt, wie guter Wein schmecken soll: entspannt, ehrlich, tiefgründig und mit ganz viel Gefühl.
„Es ist ein Privileg, in einem 3-Sterner arbeiten zu dürfen.“ Wie dieser Satz hast Du so viel intuitiv sprudeln lassen. Kein Pathos, keine Show – einfach Wertschätzung für den eigenen Beruf. Genau das zieht sich durch alles, was du über Wein erzählst.
Dein Blick auf die Mosel war großartig. „Es gibt für jede Gelegenheit den richtigen Riesling“ – besser kann man es kaum sagen. Und ja: Die Wahrheit über den Weltruhm der Moselweine liegt eben auch „durchaus in den restsüßen Weinen“. Punkt. Dass Riesling und Säure immer noch die größten Vorurteile sind, hast du genauso klar benannt wie die unfassbare Schönheit der Region. Wer einmal die Serpentine bei Piesport runtergefahren ist, weiß wirklich, was du meinst.
Besonders gefeiert haben wir deine Haltung zu Kabinett, Reife und Genuss. „Bei einem Kabinettwein mit 7 Vol.% trinkt man sich beim Trinken nüchtern“ – legendärer Satz. Und dass an der Mosel „jung“ oft erst bei zehn Jahren anfängt, sollte eigentlich Pflichtwissen sein.
Neben all der Fachlichkeit war da aber vor allem dein Gespür für Menschen. Zwischen den Zeilen lesen, nonverbale Signale erkennen, verstehen, warum Weine so sind, wie sie sind – genau das macht unseren Job aus. Und ja: Emotionen stehen bei Weinbeschreibungen über Fakten. Immer.
Danke auch für deine klaren Worte zu Rollenbildern. Dass man automatisch dem Mann die Weinkarte gibt, ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Schön, dass du das so deutlich aussprichst.
Danke für deine Zeit, deine Offenheit und deinen Blick auf Wein als Begleiter, Tröster, Bereicherung. Es war uns eine echte Freude. Jederzeit wieder – mit Mikro oder mit Glas.
Herzlich willkommen in unserer Podcast-Familie!
Voller Stolz, präsentieren wir in dieser Episode die folgenden Produzenten.

