
Stell Dir vor, Du bist in einem alten, staubigen Keller, und da steht er: Portwein, der Grande Dame unter den Tropfen, der sich nicht mit irgendwelchen Roten oder Weißen messen lässt – nein, der thront da wie ein exzentrischer Onkel auf der Familienfeier, der mit Geschichten aus vergangenen Jahrhunderten prahlt und dabei so charmant ist, dass Du ihm alles verzeihst. Warum so besonders? Weil Portwein, dieser fortified Wunderknabe aus dem Douro-Tal in Portugal, eine Liga für sich spielt. Das Tal selbst, UNESCO-Weltkulturerbe, ist ein Labyrinth aus steilen Terrassen, wo Reben unter glühender Sonne schuften, um Trauben zu zaubern, die vor Kraft strotzen. Hier wird nicht einfach fermentiert, oh nein: Mitten im Gärprozess knallt man Brandy rein – ein Schuss Aguardente, der die Hefe stoppt und die natürliche Süße einfriert. Ergebnis? Ein Wein mit 18-20% Alkohol, der süß, aber nie klebrig ist, und Aromen entfaltet, die an Trockenfrüchte, Nüsse, Schokolade und Gewürze erinnern. Wie ein guter Witz von Pastewka: Er baut sich auf, reift, und zack – der Punchline haut Dich um!
Was ihn unvergleichbar macht? Kein anderer Wein balanciert Süße und Säure so meisterhaft, während er Jahrzehnte, ja Jahrhunderte überdauert. Ruby-Styles sind jung und fruchtig, wie ein impulsiver Jüngling; Tawnys reifen in Fässern zu nussigem Gold, Vintage-Ports lagern in Flaschen und werden zu Legenden. Historisch? Der Kerl wurde für britische Seefahrer erfunden, fortifiziert gegen Schiffsreisen – stell Dir vor, er tuckert über den Atlantik und kommt gestärkt an, während andere Weine sauer werden. In der Weinwelt steht er für Tradition pur, doch mit diesem Twist: Er passt zu Käse, Schokolade, sogar Zigarren, und fordert Dich heraus, ihn langsam zu genießen. Kein Chianti oder Bordeaux kann das – die sind trocken, linear, predictable. Port? Ein Abenteuer, das Deine Sinne tanzen lässt, mit einem Hauch von Mysterium, als flüstere er: „Ich bin mehr als Wein, ich bin Geschichte in Flüssigform!“ Und lach nicht: In Zeiten von Klimawandel und Nachhaltigkeit lehrt uns das Douro, wie Resilienz schmeckt. Prost, Du – greif zu, aber mit Respekt, sonst beißt er zurück!
Mit Bärbel habe ich schon einmal, eine der ersten Folgen in diesem Format erleben dürfen. Hier findest Du sie:
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