
Gleich vorweg: Das ist kein Spitzname, den man sich selbst verpasst, weil man zu viel Red Bull getrunken hat. Felix Fuchs nennt sich @gluecksfuchs – und wer ihm eine Stunde beim Arbeiten zuschaut, versteht den Zusammenhang. Manche Menschen haben das Talent, in dem Beruf zu landen, für den sie gemacht wurden. Felix Fuchs ist so jemand. Und er weiß es. Nicht arrogant – sondern mit dieser entspannten Gewissheit, die entsteht, wenn Können und Berufung dasselbe Zimmer bewohnen.
Morgen erscheint die neue Folge. Ich freue mich schon sehr darauf, dass du sie hörst.
Seit 2009 im Service. Seit 2018 dort, wo es hingehört.
Seit 2009 ist Felix Fuchs im Service – seit 2018 im Tulus Lotrek in Berlin. Das klingt lapidar. Ist es nicht. Das Tulus Lotrek in der Fichtestraße in Kreuzberg ist kein Restaurant, das Kompromisse macht. Es ist eines der ehrlichsten und zugleich ambitioniertesten Häuser der Stadt – ein Michelin-Stern, eine Wohnzimmeratmosphäre, ein Team, das Fine Dining und persönlichen, lässigen Service zusammenbringt wie kaum ein zweites Haus in Berlin. Wer dort als Sommelier arbeitet, muss beides können: Tiefe und Leichtigkeit. Wissen und Wärme. Den 1998er Château de Cérons zum Dessert empfehlen – und dabei so klingen, als würde man einem alten Freund einen Tipp geben.
Eine Weinkarte, die Haltung zeigt
Felix Fuchs hält 500 Positionen parat – darunter spanische Lieblingsweine von Michelini i Mafutto oder der Bodega Guímaro. Fünfhundert Positionen klingen nach Enzyklopädie. Sind aber das Gegenteil: eine kurierte Sammlung von jemandem, der weiß, was er liebt – und warum. Kein Profilieren durch Raritäten, kein Imponieren durch Vollständigkeit. Sondern Charakter. Haltung. Ein Weinkeller als Porträt seines Sommeliers.
Was mich in unserem Gespräch besonders beschäftigt hat: Felix Fuchs ist auch Barchef im Tulus Lotrek. Er kombiniert Drinks mit Weinbegleitungen – etwa Gin mit Amontillado-Sherry zum Meeresfrucht-Gang – und denkt Getränkebegleitung konsequent als Gesamterlebnis, nicht als separate Disziplin. Das ist kein Gimmick. Das ist eine Weltanschauung: Wein und Drink nicht als Konkurrenten, sondern als unterschiedliche Antworten auf dieselbe Frage.
Was ein Fuchs im Weinberg sucht
Felix Fuchs hat gemeinsam mit einem Weingut in Vendersheim sogar selbst eine Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Pinot Noir komponiert. Wer mit Winzern zusammenarbeitet, um einen eigenen Wein zu entwickeln, denkt Sommellerie nicht als Interpretation – sondern als Mitautorenschaft. Das ist ein feiner, aber wichtiger Unterschied.
Über genau diese Haltung sprechen wir in der Folge. Wie man als Sommelier präsent ist, ohne den Raum zu dominieren. Wie man Weinwissen weitergibt, ohne zu dozieren. Und was es bedeutet, in einem Haus wie dem Tulus Lotrek jeden Abend neu zu beweisen, dass Service kein Auftritt ist – sondern ein Gespräch.
Dass man dort sofort die vertraute Stimme von Felix „Glücksfuchs“ Fuchs hört, sobald man das Lokal betritt, sagt vielleicht mehr als jede Beschreibung: Er gehört da hin. Man merkt es.
Morgen weißt du, warum.
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